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Kreis Gießen -
Gießen
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Geschrieben von: Karin Jung
am: Samstag, 10. Juli 2010 um 14:43 - Gelesen: 423 mal
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Selbst einigen Medizinern sind die bahnbrechenden Erkenntnisse, die auf Georg Haas zurückgehen, nicht geläufig. So steht es in "Gießen auf den zweiten Blick" - Spaziergänge durch die Universitätsstadt.
Immerhin gibt es aber eine Straße, die nach Georg Haas benannt ist, sie befindet sich im Neubaugebiet Schlangenzahl.
Georg Haas wurde am 24. April 1886 in Nürnberg geboren.Er studierte in München und in Freiburg im Breisgau Medizin. 1911 folgte die Promotion und von 1911bis 1913 war erAssistent am Physiologisch-Chemischen Institut der Universität Straßburg. Danach war er von 1914 bis 1916 an der Medizinischen Klinik der Universität Gießen tätig. Im Jahr 1921 erhielt er eine außerordentliche Professur und war ab 1924 30 Jahre (!) lang der ärztlicheDirektor der Medizinischen Poliklinik in Gießen. Georg Haas war ein bescheidener Mensch, der nicht viel Aufhebens um seine Person machte. Darin liegt sicher der Grund, daß er erst viel später - nach seiner Emeritierung - die ihm zustehende Anerkennung bekam, denn auf dem Gebiet der Nierenkrankheiten hat Georg Haas Herausragendes geleistet. Bereits 1924 nahm erin der Medizinischen Klinik in Gießen die weltweit erste und erfolgreiche "Blutwäsche" am Menschen vor. Weitere folgten, und als Ergebnis dieser Arbeiten stand einer Blutwaschung im großen Stil eigentlich kein prinzipielles Hindernis im Weg, und so kann man Georg Haas als Pionier der Hämodialyse und Wegbereiter der modernen Nierenheilkunde bezeichnen.
Zu erwähnen ist noch, daß er 1933 Elisabeth Joeckel heiratete. Bei dem schweren Luftangriff am 06. Dezember 1944 wurde er in seinem Haus verschüttet und von einem Assistenten gerettet. 1950 erhielt Georg Haas die ordentliche Professur und 1954 wurde er emeritiert.
Georg Haas starb am 09. Dezember 1971 in Gießen im Alter von 85 Jahren. Das Grab der Eheleute befindet sich auf dem Alten Friedhof.
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Aktualisiert ( Samstag, 10. Juli 2010 um 14:47 )
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