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Weiteres Außenlager des SS- KZ-Hinzert in Gründau-Gettenbach ?
Main-Kinzig-Kreis - Gründau
Geschrieben von: Hartmut Barth-Engelbart
am: Freitag, 13. November 2009 um 14:56 - Gelesen: 9588 mal
Der Bericht über ein weiteres Außenlager des KZ Hinzert in Gründau-Gettenbach stammt von einem Heimatvertriebenen, der erst in den frühen 50er Jahren in Gründau zugezogen war. Er hat sich nach den Veröffentlichungen im internet-Portal des Gelnhäuser Tageblattes so wie viele ältere aber auch jüngere Gründauer gemeldet. Besonders nach dem Plakatieren verschiedener Gründauer Geschichten im Großdruck am Mittel-Gründauer Dorfplatz vor der fürstlichen Domäne kamen und kommen viele Rückmeldugen. So haben sich Augenzeugen zum fürstlich Ysenburg-Büdingen'schen KZ-Außenlager unterhalb von Waldensberg gemeldet, Bilder via internet geschickt und auch die Methoden beschrieben, wie die gerade noch überlebenden nicht mehr arbeitsfähigen Polen und russischen Kriegsgefangenenin Nazi-Programm "Vernichtung durch Arbeit" ermordet wurden: im Bach neben dem Lager wurden ihre Köpfe so lange unter wasser gedrückt, bis sie erstickten. Andere wurden dort mit Gewehr und Pistole durch Genickschuss liquidiert. Gegen Ende des Krieges wurde aus Kostengründen auf die Erschießung verzichtet und nur noch erschlagen und ertränkt, weil man die Munition für die Front brauchte. Der Heimatvertriebene undandereberichteten von Kriegsheimkehrern, die in den 50er und 60er Jahren südöstlich des Parkplatzes hinter dem Gasthaus "Zum weißen Hirsch" vor dem Eingang zum fürstlichen Rotwildgatter am Hang hinter der Brunnenbohrung nach dem "Russenlager" suchten. Das bei den Drei Tannen in der Nähe des FürstenMausoleums/WaldPrivatFriedhofes gelegene Zwangsarbeiterlager war nicht gemeint. Hier sind heute noch die Grundmauerreste der Baracken zu finden. http://www.der-weltkrieg-war-vor-deiner-tuer.de.tl/Gr.ue.ndau-Hain_Gr.ue.ndau.htm Außenstelle des Stalag IXb Bad Orb

Nördlich des Haingründauer Forsthauses lag dieser Zwangsarbeiterlager am Rand einer Lichtung neben dem heute asphaltiertenWaldweg nach Büdingen und zur historischen Reffenstraße. Die für Wald- und Erntearbeiten eingesetztemn Zwangsarbeiter und Kregsgefangegen wurden von NSDAP-Mitgliedern der nahen Ortschaften bewacht , wozu sie an der waffe ausgebildet wurden. Eine der baracken steht heute noch. - allerdings ohne Hinweis auf den früheren Zweck. So wird geschichte bewältigt. http://www.der-weltkrieg-war-vor-deiner-tuer.de.tl/W.ae.chtersbach-Wittgenborn.htm Das SS-Sonderlager Hinzert - Aussenlager Wittgenborn/Waldensberg




Dieses Lager hatte wie auch das dazugehörige STALG Wegscheide bei Bad Orbl Hinzert keine ausdrückliche Vernichtungsaufgabe und auch keine Tötungsanlagen wie z. B. Gaskammern . Aber hier galt das SS-Programm"Vernichtung durch Arbeit", wo das nicht ausreichte kam es neben den alltäglichen sadistischen Morden durch das Lagerpersonal (insbesondere durch Ertränken) zu angeordneten Massentötungen u. a. von sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Massenmorde geschahen entweder durch Erschießen oder durch Giftspritzen.

Im Wittgenborner Aussenlager waren 166 Menschen inhaftiert.


Auf dem Gelände sind heute noch die Bäume in Reihen gepflanzt zu sehen. Früher befanden sich die Baracken zwischen den Bäumen.
rapidstats(57607); Nach den neuesten Rückmeldungen haben die Heimkehrer in Gettenbach besonders nach "Russen-Gräbern" gesucht, denn sie wussten, dass am Lager viele erschossen wurden. Meist waren diese Heimkehrervon der SS zwangsrekrutierte Kinder und Alte aus Haingründau, Gettenbach, Mittel-Gründau und Breitenborn, die die SS in den letzten Kriegstagen noch an die Front verschleppte. Wer etwas über das Gettenbacher SS-KZ-Hinzert-Außenlager weiß, soll sich bitte melden bei HaBEbuechnerei@web.de Die Lage des Lagers war sowohl für den fürstlichen Forstbetrieb als auch für die Rüstungsproduktion in den nach Gettenbach ausgelagerten Teilen der Frankfurter ADLER-WERKE sehr günstig. Die Baracken der ADLER-WERKE waren gut im Park des fürstlichen Jagdschlosses versteckt und vom im Wald versteckten Lager bis zur Arbeit in den ADLER-WERKEN waren es kaum tausend Meter. Aber auch bei drei Ortsterminen habe ich bisher keine Spuren entdecken können. Das muss nichts bedeuten: die rasche Beseitigung solcher Spuren war für viele führend Beteiligte vor der Spruchkammer und der US-Militärregierung zunächst eine Existenzfrage und nicht weniger auch von geschäftlichem Interesse.

Offen ist die Frage, ob auch die gegen Kriegsende in die ehemalige Zigarrenfabrik am Bahnhof Lieblos ausgelagerten Teile der ADLER-WERKE (ein "arisierter" Betrieb in der "Obhut" der Dresdner Bank, der Hausbank der SS) mit polnischen Zwangsarbeitern und russischen Kriegsgefangenen "versorgt" wurden. (Leider hat ein Bagger "aus Versehen" beim denkmalschützenden Umbau zum Reihenwohnhaus das unter Dekmalschutz stehende Fabrikgebäude so zerstört, dass ein Totalabriss folgen musste. Im Volksmund wird so was als "Liebloser Denkmalschutz" bezeichnet. Dem fiel auch die zum Ensemble gehörende Bahn-Lagerhalle aus der letzten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Opfer u.v.a.m..

Mehr dazu gibt's hier: www.barth-engelbart.de
und hier noch mehr:
http://www.der-weltkrieg-war-vor-deiner-tuer.de.tl/Startseite.htm

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